Schnelles Abendbrot

Pizza, Fougasse oder Focaccia aus einem Grundrezept

Dieses Basisrezept bildet die Grundlage vieler meiner Brote, nicht nur in unserem Brotbuch. Es ist das einfachste Brotrezept mit Hefe, das ich kenne und ich mache daraus Baguettes, Pizzas, Fougasse oder Focaccias. Focaccia ist mein schnelles Brot zum Abendessen, wenn ich mal keinen Teig am Vortag ansetzen konnte. Das Brot wird natürlich geschmacklich besser, wenn der Teig über Nacht im Kühlschrank ruhen kann, aber zum sofort essen ist auch mit kürzerer Ruhezeit ebenso unschlagbar gut.

Der Ursprung dieses Grundrezeptes ist wohl im Bäckerhandwerk und dort vor allem bei den Italienern zu suchen. Auch zu Baguettes oder Brötchen geformt, im klassischen französischen Stiel gelingt dieser Teig ebenfalls prima (Zubereitung von Baguette siehe hier). Mit Weizenvollkornmehl oder dem Ur-Korn Kamut schmeckt es auch gut und sollte unbedingt ausgetestet werden. Testet überhaupt einmal anderes aus. Alles was ihr im Backregal so findet, Sesaamkörner, Reste vom Kastanienmehl, Amaranthkörner oder andere Gewürze und Kräuter in den Teig und oben auf schmecken auch sehr gut.

Ich möchte euch hier eine klassische Focaccia mit Öl, Rosmarin und Meersalz als Belag vorstellen. Dünn ausgerollt und mit Tomatensoße belegt, wird im Handumdrehen aus diesem Grundteig eine Pizza daraus.

FougasseGrundrezept

100 % Brotmehl  (1000g)
70 % Wasser (1000×0,7=700g)
1 % Frische Hefe (1000×0,01=10g)
2 % Salz (1000x 0,02= 20g)

Zubereitung

  • Alle vier Zutaten (ich habe heute Weizenmehl Type 812 verwendet) 5 Minuten vermengen, weitere 7 Minuten kneten dehnen und falten. Beides hab ich mit meiner Küchenmaschine gemacht. Am Ende den Teig auf eine Arbeitsfläche setzen, noch ein wenig die Ränder ineinander falten und rundwirken und bestäuben zurück in der Schüssel setzen. Vor aAustrocknung geschützt  bis zu drei Stunden lang ruhen lassen, bis  der Teig gut aufgegangen ist.
    Eilige verwenden 2% Hefe (20g), dann hat sich der Teig schneller nach ca. 1-2 Stunden deutlich vergrößert.
  • Während der langen Ruhephase kann (muss aber nicht) alle 30 Minuten der Teig in der Schüssel vom Rand zur Mitte hin  gefaltet werden, d.h. die Teigenden 2-3 mal zur Mitte hin übereinander schlagen. Wird Dinkelmehl verwendet, ist dieses Falten obligatorisch.
  • Nach dem Ruhen den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech heben und vorsichtig mit den Fingern zu einem Fladen ausbreiten. Darauf achten, dass nicht viel Luft aus dem Teig verloren geht. Mit den Fingerspitzen kleine Löcher eindrücken und mit Öl, Rosmarin und Salz bestreuen.
  • Nach dem Belegen einer kurzen Ruhezeit von ca. 10 Minuten abwarten und danach das Blech in das untere Drittel des Ofens schieben und für 20-25 Minuten bei 240°C knusprig backen.

 

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