Das Beste aus Quitte

Quittenleder – meine süßen  Gummibärchen.

Zutaten für 2 Backbleche: 1,5 kg Quitten, 100 g Zucker, 1 EL Zitronensaft.

QuittenledeHerbstzeit ist Quittenzeit. Dann haben viele Gärtner schöne und gut riechende Quitten im Überfluss – und so fanden auch zwei Kisten ihren Weg aus Baden-Baden zu uns. Ulla und Roland vielen Dank dafür! Quitten duften herrlich, kein Wunder, sie gehören botanisch nämlich zu den Rosengewächsen und sind mit Äpfeln und Birnen verwandt. Ihr Geschmack ist fremd aber einige kennen Quitten heute noch als Gelee, Saft oder Likör, in Kuchen oder in herzhaften Gerichten. Auch in Form von Mus in Füllungen meiner herbstlichen Buchteln sind sie gut aufgehoben.

Aber warum gerade die Quitte?

Quitten stammen ursprünglich aus der Kaukasus-Region und die Griechen aßen sie bereits vor 2000 Jahren. Sie waren es auch, die die goldgelbe Frucht in ihrer Mythologie verewigten. Als Frucht der Liebesgöttin Aphrodite symbolisiert die Quitte Glück und Fruchtbarkeit. Schon seit langem wird der Quitte auch grosse Heilkraft zugeschrieben. Die Früchte  enthalten Vitamin C, Gerbstoffe, Gerbsäure, Amygdalin, Emulsin, organische Säuren, Pektin und Zink. Sie stärkt vor allem die Verdauung, hilft gegen Husten,  Erkältungen und lindert Entzündungen der Haut. Die Samen werden als Tee aufgegossen und in der Volksheilkunde gegen vielerlei Leiden eingesetzt [Quelle].

Fruchtleder – Zubereitung

Ich finde ja, das Leckerste was einer Quitte passieren kann, ist Quittenleder, so wird die dünnere Variante des Quittenbrotes genannt. Quittenbrot ist eine gummibärchenartige Süßigket, die schon unsere Urgroßmütter ihren Kindern auf den Weihnachtsteller legten. Weil Leder sehr ungewöhnlich in der Konsistenz ist und zudem viel weniger Zucker enthält als das Brot, möchte ich es euch hier gerne vorstellen. Quittenleder ist nicht arbeitsaufwendig, aber wer kein Dörrofen besitzt, braucht etwas höheren Energieaufwand, um es vollständig zu Trocknen. Aber das Resultat lohnt sich!

  • Reife, gewaschene Quitten vierteln, Stengel, Strung und ggf. unschöne Stellen entfernen und in einem Topf mit 2 EL Wasser und 1 EL Zitronensaft langsam gar kochen. Mit einem Holzlöffel mehrmals umrühren und das weiche Fruchtfleisch durch ein Sieb oder durch die Flotte Lotte pressen. Werden die Früchte vorher sehr gut vom Kerngehäuse befreit, kann hier auch mit einem Stabmixer fein püriert werden.
  • Das Mus sehr dünn auf die Silikonmatten streichen und bei 70 C° Umluft für 3-5 Stunden im Ofen trocknen (je nach Dicke). Die Ofentüre sollte während der Zeit einen Spalt weit offen stehen.
  • Nach 5 Stunden das Leder umdrehen, den Ofen ausschalten und über Nacht weiter trocknen lassen. Wer hat, kann auch die Bleche für 2-3 Tage auf dem Ofen trocknen. Je haltbarer es sein soll und je weniger Zucker verwendet wird, desto trockener sollte das Leder sein.

Quittenleder

Guter Tipp!

Fruchtleder kann aus fast allen Fruchtmusen hergestellt werden. Beeren, Äpfel, Aprikosen oder Trauben. Auch ohne Zucker schmeckt ein Fruchtleder sehr gut und ist gut getrocknet über Monate haltbar. Unbedingt austesten!

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