Hannas Lieblingskuchen – Gedeckter Apfelkuchen

Unsere Mutter Hanna hat oft und ganz speziell zum Wochenende gerne gedeckter Apfelkuchen gebacken – es war eines ihrer Lieblingskuchen. Er ging ihr leicht von der Hand und Äpfel hatte sie sowieso immer in der Garage unter einem dicken Stapel alter Zeitungen gelagert.

Ich kann mich noch gut erinnern, wie sie manchen Samstag Nachmittag bei uns im Garten um die Ecke kam und einen halben, gedeckten Apfelkuchen im Gepäck hatte. Wenn ich jetzt so darüber schreibe, spüre ich den Apfelduft in meiner Nase und sehe ihn genau vor mir, ihren hellbraunen, gedeckten Apfelkuchen. Oft war er noch leicht gefroren, denn an Backtagen hat sie eine Hälfte  nach dem Abkühlen eingefroren. In den letzten Jahren verwendete sie manchmal Dinkelmehl, aber einen Mürbeteig aus reinem Vollkorn – das hat sie nicht so sehr gemocht.

Nicht nur wir Töchter finden Mürbeteig aus Vollkorn und speziell aus dem Urkorn Emmer eine echte Augenweide, passend zu der sauren Apfelfrucht. Auch meine Schwiegermutter Ursula konnte es am Geburtsstag von Karen und Volker nicht glauben, wie toll dieser warme Vollkornkuchen schmeckt.

Emmervollkorn Mürbteig:

  • 300 g Emmervollkornmehl
  • 180 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 1  Ei
  • 1 Prise Salz

 Zum Bestreichen 1 Ei, 1 EL Milch mit 1 Prise Salz verquirlen.

Karamelisierte Apfelfüllung:

  • 5-6  Äpfel  (gute Backäpfel sind Boskop oder Braeburn)
  • Saft einer Bio Zitrone
  • 1 EL Butter
  • 1 EL Zucker (Vollzucker oder es funktioniert auch mit Erythrit)
  •  1 TL Zimt (Menge nach Geschmack)
Gedeckter Apfelkuchen aus Emmervollkorn

Für diesen Kuchen habe ich Gitarren aus den Teigresten ausgestochen und die Mitte damit verziert.

Zubereitung gedeckter Apfelkuchen

  1. Für den Mürbeteig die Butter mit dem Zucker und der Prise Salz schaumig aufschlagen und danach das Mehl zugeben, alles rasch zu einem Teig kneten und diesen mindestens 30-60 Minuten kühl stellen. Das Ganze geht auch ohne Maschine indem ihr die Butter und den Zucker mit dem Mehl verknetet. Auf das kalt Stellen sollte allerdings nicht verzichtet werden, denn dies macht den Mürbeteig erst mürbe.
  2. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Die Äpfel mit Schale in kleine Stücke schneiden und mit dem Zitronensaft vermischen. Die Butter in einer Pfanne schmelzen. Danach den Zucker in die heiße Butter geben, leicht karamelisieren lassen und die Apfelstücke darin kurz schwenken. Mit Zimt bestreuen und auf einem Teller etwas abkühlen lassen. Die Apfelstücke sollen hierbei nicht weich werden.
  4. Den kühlen Teig halbieren und die erste Hälfte auswellen und in eine ausgebutterte Tarte- oder Springform legen. Der Boden sollte bis an den Rand hochgezogen sein, der dann später über den Decken geklappt wird. Die karamelisierten Äpfel auf den Kuchen verteilen. Falls sich Saft gebildet hat, diesen nicht verwenden, sonst weicht der Kuchenboden auf.
  5. Die zweite Teighälfte auswellen und den Kuchen damit abdecken, die hochgezogenen Ränder des Bodens einklappen und mit dem Deckel gut verbinden. Gibt es Teigreste, können diese ausgestochen, als Punkte oder Rautenmuster oben aufgelegt werden. Bei mir gab`s Gitarren als Toppings.
  6. Den Deckel mit der verquirltem Ei/Salz/Milchmasse bestreichen und im Ofen ca. 45 Minuten goldbraun backen. Vollkorn schmeckt knusprig braun ausgebacken am Allerbesten!

Noch warm mit Sahne servieren!

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