Wilder Herbstgarten für Tiere und Pflanzen

Ein Hoch auf den wilden Garten im Herbst!

Aufgeräumte oder  saubere Gärten sind sowas von mega-out in punkto Insekten- und Artensterben. Sie bieten kaum einen Lebensraum mehr für Fauna und Flora. Ich würde sogar behaupten, nicht mal mehr für den Menschen  selbst. Mein wilder Herbstgarten ist nicht nur ein Produkt der faulen Gärtnerin, sondern eine bewusste Entscheidung für wilde Tiere und Pflanzen im Garten. Sie sind meine fleißigsten Helfer beim Gärtnern und obendrein noch schön anzusehen. Ich lassse die verblühten Früchte und Stengel der Stauden über den Winter bis zum nächsten Jahr stehen.  Auch die Blätter bleiben auf der Erde liegen und können dort verrotten und neuen Humus bilden. Auf dem Rasen werden sie zusammengerecht und in den Kompost getan, da freuen sich die Würmer. Mein Vorbild ist das Ökosystem Wald und seine natürlichen Kreisläufe vom Werden und Vergehen. Hier räumt auch niemand auf oder macht sauber, höchstens  Wind und  Schnee.

Ein Stieglitz oder Distelfink pickt die Samen aus der verblühten Karde heraus.

Mein  Garten beherbergt die verschiedensten Lebewesen wie Schmetterlinge, Bienen, Blindschleichen und Eidechsen.

Sie begegnen mir auf Schritt und Tritt. Ein Igel wohnt unter der Terrasse, eine Erdkröte im Baumloch und sogar eine große Ringelnatter kroch mal unter der Holzterrasse hervor. Von den verschiedenen Vögel ganz zu schweigen, die hier nisten, baden und Nahrung suchen. Die bunten Distelfinken, die auf der Wilden Karde die Samen heraus picken, sind eine Freude für die Gärtnerin und ein beliebtes Fotomotiv. Wir schätzen uns gegenseitig. Dass Vögel auch Insekten vertilgen, spielt nur nebensächlich eine Rolle. Bei uns fressen auch die Eidechsen die Raupen des Buchsbaumzünslers, so dass dieser gefräßige Schädling selten ein Problem für unseren Buchs darstellt. Und ich habe viele und alte Buchse, die neben den Bäumen, die Struktur im Naturgarten bilden.

Ein Blick auf den hinteren Teil des Gartens mit Rosenpergola und vielen kugeligen Buchsbäumen.

Stillleben mit Wildrosen.

Eine Zauneidechse im Buchs auf der Suche nach Nahrung.

Ein Beet im Gras.

Viele kleine rote Früchte eines Zierapfelbaums im Reif.

Darf ich vorstellen: eine von zahlreichen großen und kleinen Blindschleichen im Garten.

Ein Strauss verschiedener Wildkräuter.

Ein Distelfink oder Stieglitz auf der Karde.

Aufgesprungene Früchte der Strauchpfingstrosen.

Zierapfelzweige vor der Birke.

Efeu in Herzform.

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