Backwarenoutlet

Sekond Hand Backwaren als Zeichen gegen Foodwaste!

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Zufällig trank ich in einer nostalgisch anmutenden  Bäckerei in Basel hinter dem Bahnhof SBB einen Cappuccino und aß ein Croissant dazu. Als ich zahlen wollte, war ich über den Preis erstaunt. Aber diesmal umgekehrt als sonst üblich in der Schweiz, denn so einen billigen Kaffee mit einem Gipfeli hatte ich noch nie in Basel genossen. Was war hier los?

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Frisch von Gestern!

Ich war im Backwarenoutlet gelandet wo verbilligte Backwaren verkauft werden, die anderswo im Müll landen. Ein Basler Projekt will ein Zeichen gegen Nahrungsmittelverschwendung setzen.

Nach Angaben von foodwaste.ch werden 56% aller Brot- und Backwaren weggeworfen. Nicht weil sie schlecht sind, sondern weil diese die Haltbarkeitskriterien nicht mehr erfüllen. Für die Hersteller lohnt es sich nicht, diese Ware zum reduzierten Preis anzubieten. Dagegen hat Beat Dünki zusammen mit seiner Partnerin Ursula Moser dieses Backwarenoutlet ins Leben gerufen. “ Wie alt die angebotene Ware genau ist, lässt sich schwer sagen. Im Extremfall kann das bedeuten, dass tagesfrische Produkte am Nachmittag ausortiert werden und bereits ein paar Stunden später hier im Laden landen.“ Wirklich Verdorbenes oder Abgelaufenes wird nicht verkauft. Aber mit Ihrer Initiative treffen die beiden einen Nerv der Zeit. In der Schweiz landen jährlich mehr als 2 Millionen Tonnen Nahrungsmittel im Müll. Foodwaste wird für die Industrieländer zunehmend zum Problem.

Ganz neu ist die Idee nicht. Traf ich doch in Berlin auf den Sekond Bäck, der Vollkornbrote vom Vortag verkauft. Auch das Unternehmen Äss-Bar in der Schweiz mit mehreren Filialen und der fairteiler auf dem Werkhof in Gundelfingen, wo Leute Nahrungsmittel deponieren können, die sie selbst nicht mehr essen möchten, haben einen ähnlichen Ansatz.

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Der Nachhaltigkeitsgedanke ist den beiden Gründern wichtig, daher auch die Einrichtung mit gebrauchten Möbeln. Und bei der Auswahl der Angestellten wollen die beiden soziale Kriterien berücksichtigen. Sie wollen, wenn möglich, selbst nichts wegwerfen.“ Die Nahrungsmittel, mit denen wir handeln, sollen weiter ein hochwertiger Teil in der Wertschöpfungskette bleiben.“ Sie führen daher auch Gespräche mit einem Whisky Brauer, Bäcker und Kochgruppen von Kliniken. Eine engagierte umsichtige Initiative, der wir viel Erfolg und Nachahmer wünschen!

 

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